Denken Sie heute an morgen und sparen Sie … nichts
In letzter Zeit versuchen einige Banken und Versicherungen, mir irgendwelche Dinge aufzudrehen mit dem Argument, ich hätte ja ein regelmäßiges Einkommen, und müsse mich ab jetzt besonders gut absichern. Da bekomme ich dann tolle modelle vorgerechten wie viel ich jetzt doch “sparen” könne, wenn ich mich jetzt gegen Berufsunfähigkeit, Zahnersatz, alt werden, die Pest und kalte Füße versichern würde.
Nun habe ich zwar niemals auch nur in Betracht gezogen, BWL, Finanzwesen oder ähnliches zu studieren. Aber nach meiner laienhaften Rechnung komme ich bei all den tollen und günstigen Beiträgen, bei denen ich so viel sparen kann immer auf ein monatliches Minus. Wenn ich 3 Jahre lang 25 anstatt 30 Euro pro Monat einzahle anstatt mich erst in 3 Jahren für 30€ pro Monat zu versichern, muss ich ja 15 Jahre lang dort versichert bleiben damit ich den Betrag von den ersten 3 Jahren wieder drinnen habe. Ich würde demnach, vorausgesetzt es gibt zwischendrin keine Beitragserhöhung, erst nach 15 Jahren wirklich etwas sparen. Da bekomme ich ja selbst mit einem Rentenpapier eine bessere Rendite hin. Wo soll da denn nun mein Vorteil liegen?
Aber vermutlich liegt das nur daran, dass ich beim rechen im Allgemeinen wenig kreativ bin. Ich verlasse mich da eigentlich auf die Tatsache, dass wir im täglichen Leben auf einer abelschen Gruppe arbeiten und entsprechende Axiome zu befoglen haben. Ob man sich bei denen auch gegen Verhungern und Mietrückstände versichern kann?
Abgesehen davon, dass mich sowas nervt, frage ich mich zumindest bei allen die nicht von R+V Versicherungen kommen immer, woher die eigentlich wissen wollen, wie viel ich verdiene. Die sollten wirklich den Datenhändler wechseln. Eine neue Vermarktungsstrategie wäre wohl ebenfalls kein Fehler. So wie das derzeit läuft, fürt das bei der potenziellen Kundin eher zu allergischen Reaktionen als neuen Versicherungsverträgen.
Ganz besonders große Klasse ist im Übrigen auch die regelung der Krankenkasse, die sei neuestem schlappe 130€ (statt den bisherigen 63€ Studibeitrag) pro Monat von mir haben möchte. Übrigens ebenfalls mit dem Argument, dass die ganz besonders günstig sei und ich damit eine Menge sparen könne. Tatsache ist, dass am Ende des Monats 130€ weniger auf meinem Konto sind und ich trotzdem noch überall etwas draufbezahlen muss. Schade ist, dass dort Freitags um 13 Uhr niemand mehr im Büro ist und die “kostenlose” Infohotline 4cent pro Minute kostet.
Ich habe zwar nun wirklich nicht im Formel1-Tempo studiert, aber seit ich die Hochschule gewechselt habe, geht es doch recht gut voran. Einen Studienfachwechsel kann ich aber trotzdem nicht gehtend machen, weil ich das Fach ja nicht geweschelt habe. Was sich geändert hat was der angetrebte Abschluss, und das was eis Gott wirklich nicht in meinem Sinne. Hätte ich noch die Möglichkeit gehabt, ein Diplom zu machen, hätte ich sie wahrgenommen.
Und jetzt? Ich habe den Bachelor durchgezogen und – nicht zuletzt wegen der Bevorzugung von Diplomanden durch die Arbeitgeber – ein Semester im Master studiert. Ich bin innerhalb der Regelstudienzeit, habe durch den Wechsel aber trotzdem schon zu viele Fachsemester hinter mir. Falls mir die Krankenkasse als nicht weiterhin der Studentensatz gewährt, werde ich wohl langsamer studeren müssen. Irgendwo muss die Kohle ja herkommen. Danke auch, tolle Wurst!




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