Die Schnabelforelle

Ein in schnell fließenden Datenstömen heimischer Netzfisch

Die Wahrheit für alle: Internet macht’s möglich

March24

Auch in den Zeiten nach Zensursula in Deutschland spielt das Thema Zensur noch eine Rolle. Denn zensiert wird ja immernoch mit wachsender Begeisterung. Für den aufmerksamen Leser in Deutschland ist China wohl inzwischen so eine Art Synonym für Zensur geworden. Vielleicht wird irgendwo auf der Welt noch mehr Information gezielt vorenthalten aber kaum einer tut es so offiziel wie die chinesische Regierung. Der Stil der Russen etwa ist es eher, unerwünschte Informationen von den Medien einfach weg zu kaufen. So hat der Vize-Präsident der Lukoil, Anatolij Barkow einen Unfallbei, bei dem zwei Frauen ums Leben kamen, mit seinem Dienstewagen einfach mal schnell aus dem medialen Tagesgeschäft weg gekauft. Und das obwohl sich der Unfall auf eienr komplett videoüberwachten Brücke abspielte. Die Polizei wusste plötzlich von nichts und angeblich hätten die beiden Frauen den Unfall verursacht. Sämtliche Informationen zum Unfall wurden durch Lukoil sofort unterdrückt und die Überwachungsvideos waren plötzlich verschwunden. (Quelle: spiegel.de)
Der Ölmulti hat aber, genau wie China wohl nicht mit dem internet gerechnet. Dieses Medium lässt sich eben (glücklicherweise) nicht so einfach überwachen, filtern und aussperren wie das einige Mächtige vielleicht gerne hätten. Und so kam es, dass die Wahreit über den unfall über das Internet doch noch ans Licht kam. Bleibt nurnoch zu hoffen, dass die Verantwortlichen für das Unglück jetzt auch gerade stehen müssen.
Auch China führt ja sei Jahren einen verzweifelten Kampf gegen frei zugänliche und ungefilterte informationen aus dem Netz. Es ist ein kampf gegen WindmÃüen, der erst seit Kurzen auf hochoffizieller Ebene zwischen Google und der chinesischen Regierung tobt. Vermutlich wird Google ersteinmal den Kürzeren ziehen, aber die Chinesen, die gegen die Zensur sind wissen ohnehin wie man das Netz für die informationsbeschffung nutzen kann. Mit steigendem Wohlstand ist es nurnoch eine Frage der Zeit, bis diese Politik so nichtmehr zu halten ist. Auch wenn Google in Wahrheit nur rein geschäftliche Ziele verfolgt, würde ich mich über einen Sieg des Werbemultis mit eingebauter Suchmaschine sehr freuen.

Die CDU rettet deine Freiheit

September14

Die heiße Phase des Wahlkampfes ist ja mit dem TV-Duell seit gestern offziell eröffnet. Und weil cih hier ja schon so viel Wahlwerbung für meine Lieblingspartei gemacht habe, gibt es hier wieder mal eine hübsche Dokumentation, die belegt, dass die CDU einfach die waltbeste Partei ist. Film ab…

Sicherheit statt Freiheit

August13

Unser Überwachungsminister Schäuble ist ja schon länger unser aller Vorbild, wenn es darum geht, demokratische Grundrechte zu Gunsten von vermeintlicher Sicherheit einzuschränken. Nicht nur seine CDU-Kollegin Zensursula finde Wolfis Ideen super. Auch die restliche CDU-Fraktion scheint Zensur und Überwachug immernoch als einen großen Dienst am Volk zu verstehen.

Anlässlich des Wahlkampfens hat netzpolitik.org zu einem Wettbewerb aufgerufen, den Wahlwerbesolgan der CDU “Wir haben die Kraft für Freiheit und SIcherheit”  der Wiklichkeit etwas näher gebracht werden sollte. Auch einige nette Songs sind dabei herausgekomen. Gut finde ich vor allem das erste Lied aus dem Video. Das Gesamtwerk gibt es bei Youtube oder auch direkt hier zu bewundern.

Und weil der Text von dem ersten Lied so verdammt gut ist, habe ich ihn mal eben mitgeschrieben. Viel Spaß beim mitsingen und Weitersagen:

Freiheit hat mit Deutschland selbstverständlich was zu tun, sofern man wirtschaftlich dazu was beiträgt.
Manche müssen unfrei bleiben.
Keiner ist immun, wenn er den Zug versäumt, der ihn dann frei trägt.
Wenn er den Zug nicht sieht und dann alles komplizieren muss; ja dann wird es Regeln geben, die er respektieren muss.
Dann wird ihm sein Arbeitgeber vielleicht sagen:

Meine Freiheit muss noch lang nicht deine Freiheit sein.
Meine Freiheit ja, deine Freiheit nein.
Meine Freiheit wird von der Verfassung garantiert.
Deine hat bis jetzt nicht interessiert.

Meine Freiheit heißt, dass ich Geschäfte machen kann,
Deine Freiheit heißt, du kriegt bei mir nen Posten.
Und da du meine Waren kaufen musst, stell ich dich bei mir an
Dadurch verursacht deine Freiheit keine Kosten.

Und es bleibt dabei, dass deine Freiheit immer wieder meine Freiheit ist.
Deine Freiheit bleibt, meiner einverleibt.
Und wenn ich meine Freiheit nicht hab, hast du deine Freiheit nicht.
Meine Freiheit wird dadurch zu deiner Pflicht.

Und daraum sag ich dir, verteidig meine Freiheit mit der Waffe in der Hand
Und mit der Waffe in den Händen deiner Kinder
Damit von deinen Kindern bei der Arbeit je vergisst, was Freiheit ist.

Meine Freiheit sei dir immer oberstes Gebot.
Meine Freiheit bleibt, treu bis in den Tod.
Und wenn dir das nicht logisch vorkommt, denk an eines bloß:
Ohne meine Freiheit bis du arbeitslos.

Ja Freiheit ist was anderes als Zügellosigkeit.
Freiheit heißt noch Fleiß, Männlichkeit und Schweiß.
ich werd dir sagen, wa sich heutzutag als freiheitlich empfind:
Die Dinge so zu lassen wie sie sind.

Drum ist in jedem Falle meine Freiheit wichtiger als deine Freiheit je.
Meine Freiheit: Yes!, deine Freiheit Nee!
Meine Freiheit ist schon ein paar hundert Jahre alt.
Deine Freiheit kommt vielleicht schon bald.

Aber vorläufig ist nicht mit deiner Freiheitsambition,
Denn du hast noch keine Macht und keine Organisation.
Ich wär ja dumm, wenn ich auf meine Freiheit die zulieb’ verzicht,
drum behalt ich meine Freiheit, du kriegst deine Freiheit nicht.

Noch nicht.

Gattaca – diesmal ohne Kino

August12

Erst vor 2 Wochen lief in der Sneak der Film Gattaca, zu dem ich im Blog auch ein Review gecshrieben habe. Schon damals hat mich den Film sehr zum Nachdenken angeregt und ich habe mir die Frage gestellt, wie unsere Gesellschaft mit der Möglichkeit, ein Genom effizient zu entschlüsseln, umgehen würde. Heute lese ich bei Spiegel-Online, dass die Analyse eines kompletten Genoms mit einer neuen Maschine theoretisch in 17 Stunden durchgeführt werden kann.

Erschrecknderweise steht bereits im Titel des Artikels ein Preis und auch im Verlauf des Artikeln scheint es wenige rum die wissenschaftlichen Möglichkeiten, als um wirtschaftliche interessen zu gehen. Anstatt den Platz mit Visionen von neuartigen heilmitteln zu füllen, lese ich immer nur “Preisverfall” und “Anteilseigner an Firmen”. Schon bei der zensurdebazzte hat sich gezeigt, dass die freie Wirtschaft nicht zu freier Gesetzgebung führt, das gewinnorientierte Unternehmen sich den staatlichen Vorgaben ohne Gegenwehr beugen um Gewinn machen zu können. Google in China ist dafür nur das prominenteste Beispiel.

Dieses Jahr soll in Deutschland die Gesundheitskarte eingeführt werden. Schon damit wid es schwieriger werden, die Krankendaten adäquat zu schützen. Der nächste “Datenskandal” ist da eigentlich nur eine Frage der Zeit.  Dass auch aus vergangenen Skandalnen absolut nicht gelernt wurde und der Handel mit Daten offensichtlich weiterhin ein lukeratives Geschäft ist, zeigt ein aktueller Artikel auf stern.de. Die Infrastruktur, das Genom auf der Karte zu speichern wäre also bereits vorhanden. Appetit auf die Krankendaten (genau wie auf Social Network Profile und peinliche Partybilder)  haben Unternehmen bei der Einstellung ja sowieso. Hoffentlich wird es beim Appetit bleiben. Ein reales Gattaca braucht wirklich niemand…

Eine Lanze für das Internet

August11

Spiegel-Online spricht mir mit einem aktuellen Artikel in der Rubrik “Netzwelt” Wirklich aus der Seele. Nachdem das böse und überausgefährliche weltweite netzwerk ja aktuell zu Wahlpropganda-Zewcken mit negativer Kritik überhäuft wird, sorgt so ein Artikel für Abwechslung. Zu den 10 Thesen zum Thema Internet, die vorgestellt werden, kann ich im Prinzip nurnoch sagen: stimmt!

Besonders wichtig finde ich die folgende Aussage: “Diesem fundamentalen Wandel jedoch mit einer prinzipiellen Abwehrhaltung zu begegnen, mit Rückzugsgefechten und ständigen Verweisen auf die gute alte Zeit, bringt rein gar nichts.”

Derweil wird nicht nur fröhlich weite rüber verklagte Raubkopierer berichtet, sondern auch darüber, wie die Buchverlage gerade fleißig dafür sorgen, dass das digitale Buch mäßigen Erfolg haben wird. Während Sony gerade mit einer Preisoffensive versucht, seine E-Book leser in den USA an den mann zu bringen, wollen die Verlage die veröffentlichung von E-Books gegenüber der Printausgabe verzögern und verlangen außerdem für die digitale Ausgabe den gleichen Preis wie die geduckte Ausgabe.  Schuld daran, dass diese Idee derzeit nicht so richtig funktionieren will, sind natürlich ncht die verlage selbst, sondern die Kunden, die nicht berit sind für die Leistungen der Autoren zu bezahlen. Komisch nur, dass auf der Anklägerseite mal wieder garkein Autor vertreten ist…na sowas!

Amazons Kill-Switch die Zweite

July22

Nachem ich gestern den zum nachdenken anregenden Artikel auf Spiegel-Online kommentiert habe, in dem über das Löschung von e-Books auf dem Kindle berichtet wurde, gibt es heute ebenfalls auf Spiegel-Online einen Folgeartikel zu dieser Thematik. Was dort geschrieben steht klingt schon fast apokalyptisch, ist doch aber im Grunde nichts Neues.

Mir ist klar, dass Kunden selten die Lust dazu haben, die seitenlange EULAs und Datenschutzerklärungen zu studieren, gerade wenn ein neues Spielzeug auf dem Tisch liegt, dass unbedingt ausprobiert werden möchte. Der neue iPod ist nicht nurakut ungleich interessanter, sondern jetzt da das Spielzeug ja schon auf dem Tisch liegt, will man es ohnehin nicht mehr hergeben. Wir schätzen unseren eigenen Besitz immer als wertvoler ein als er tatsächlich ist – einfach Psychologie. Selbst wenn der Kunde die EULA also kennt, wird er die Dienste und Geräte trotzdem nutzen – Apple und Microsoft, aber auch Google und Facebook wissen das!

Aplle filtert alle Apps für das iPhone vor der Veröffnetlichung. Im Grunde ist das Zensur. Aufregen tut es niemanden, denn immerhin ist ein iPhone nicht nur irgendein Handy sondern ein Fashion-Statement. Wir nehmen sämtliche Enschränkungen durch die Anbieter demnach billigend in Kauf, wenn das Angebot nur verlockend genug ist. Andere Beispiele hierfür sind der Blackberry oder der oben zitierte Kindle. Wer diese Dienste nutzt, darf sich nicht über die totale Überwachung beschweren. Ebsnsowenig darf er sich über die chinesische regieung beklagen, die genau solche Dienst nutzt, um Bürgen zu überwachen.

Wenn etwas technisch möglich ist und jemand daran ein Interesse hat, dass wird es früher oder später auch umgesetzt. Wer so etwas nicht möchte, muss auf die zur Überwachung genutzte Technik verzichten. Aber wollen wir das überhaupt?