Die Schnabelforelle

Ein in schnell fließenden Datenstömen heimischer Netzfisch

Danke Kristina

April20

Ein Mädchen aus gutem Hause wird an die Uni geschickt und studiert dort ein Laberfach. Und weil sie noch Kohle übrig hatte, schreibt sie noch eine Plagiation – äh Promotion – darüber und  lässt sich dann erst mal ordentlich feiern (oder lässt schreiben, aber wer will sich schon mit solchen Kleinigkeiten aufhalten?!). Dann schleimt sie sich bei CDU nach oben und landet schließlich als Quotenfrau im Familienministerium. Na, wisst ihr, wen ich meine?

Wer könnte es wohl besser nachvollziehen wie schrecklich das Leben einer Quotenfrau doch ist. Es ist sogar so schrecklich, dass man in seiner Verzweiflung einem überflüssigen Buch schreiben muss, indem sie ganz nebenbei ihr Scheitern im politischen Amt dokumentiert.  Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist sogar so verzweifelt, dass sie ihr eigenes Amt in beispielloser Selbstlosigkeit an die Ablehnung einer gesetzlichen Frauenquote knüpft. Stattdessen kämpft sie für Gleichberechtigung, indem sie Prämien für Leute zahlen, will die keinen Kita-Platz beanspruchen und erklärt und, dass Frauen selbst dafür verantwortlich seien, dass sie in Führungsetagen unterrepräsentiert sind. An solche Konservativen Äußerungen trauen sich nicht einmal mehr die größten Ober-Machos von der FDP. Diese Polemik vom Postfeminismus erinnert mich stark, an die pseudo-Gleichberechtigung in den USA und ich muss mich ernsthaft fragen, inwiefern diese Ministerin die Interessen von Frauen und Familien unterstützt. Untergraben wäre hier wohl die passendere Bezeichnung.

Ja, sie kann einem schon leidtun, die Kristina. Da sitzt sie nun in ihrer Villa herum und ist dabei so sehr mit ihrer eigenen Karriere beschäftigt, dass sie ganz übersehen hat, dass nicht alle Frauen in Deutschland  so gute Chancen hatten wie sie. Aber es ist schließlich nicht ihr Problem, dass Frauen bei gleicher Ausbildung immer noch weniger verdienen als Männer. Und auch, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für viele Mütter zermürbend ist, kann sich jemand der eine private Nanny hat natürlich nicht vorstellen. Ist ja schließlich ein toller Deal: Die Frauen verzichten einfach auf den ihnen zustehenden Betreuungsplatz und bleiben daheim. Das ist völlig ok, denn Frauen haben ja schließlich ohnehin ganz andere Ziele als Männer. Und sollte einer doch zufällig mal das gleiche Ziel haben wie ein Mann, dann muss sie eben auf Kinder verzichten. Und wenn Frauen einfach weiterhin durch gesellschaftlichen Druck von Führungspositionen ferngehalten werden, dann können die Führungsetagen weiterhin ihren Stiefel machen und nach einer Frauenquote fragt dann auch keiner mehr. Schließlich sind die Frauen ja selbst schuld, wenn sie es nicht schaffen.

Das Kristina konnte das natürlich nicht passieren, weil sie alles richtig gemacht hat. Sie wurde in die richtigen sozialen Verhältnisse hinein geboren, kennt dadurch die richtigen Leute und hat durch Frauenquoten (denn das ist die Gleichstellungsklausel de facto ja) einen Job, mit dem sie ausgesorgt hat. Im Leben hat alles einen Preis. Emanzipation muss man sich eben leisten können.

Danke Kristina, aber unsere Rolle in der Gesellschaft definieren will selbst.

Da gehn sie hin, die Millionen…

July7

Im Fahrwasser von Weltmeisterschaften haben sich die Politiker ja schon einige “Lustige” Sachen ausgedacht, diese hier schlägt dem Fass allerdings den Boden aus. Vor nichtmal einem halben Jahr haben die hessischen Hochschulen den sogenannten “Hochschulpackt” unterzeichnet, in dem sie sich zu massiven Einsparungen verpflichten. Dadurch will das land hessen mehrer Millionen Euro sparen.

Inzwischen wird auch klar, wofür die ganzen Millionen eigentlich gebraucht wurden. Die Pappnasen von der CDU brauchten für ihre Ableger nämlich eine neue private Hochschule, weil die alten erstens staatlich und zweitens nicht elitär genug sind. Ich habe von der CDU ja noch nie viel gehalten, aber diese Aktion ist einfach das Letzte. Da zwingen sie die stattlichen Unis zu krassen Einschnitten und schieben dann ihren Günstlingen mal eben 30 Mio Euro in den Allerwertesten, weil sie gestern abend so nett zusammen Essen waren.

Dagegen sollte des ASTA mal protestieren (und nicht gegen den Bachelor!). Am besten wir  nehmen ein paar Tausend Leute mit, fahren zu der tollen Juristenklitsche nach Wiesbaden und fordern unsere Steuergelder zurück.

Manchmal könnt ich nurnoch schreien vor Wut… (Quelle: spiegel.de)

Für alle, denen es auch so geht gibt es zum Glück das Sorgentelefon, der Landtagsabgeordneten. Einfach auf www.hessischer-landtag.de gehen, links oben auf “Abgeordnete von A-Z” klciken, passenden Wahlkreis auswählen, Telefonnummer anrufen und den Abgeordneten verlangen. Dann einfach mal frei raus die Meinung sagen und entspannt wieder auflegen. Für alle, die lieber den indirekten Weg bevorzugen gibt es auf den Webseiten der Abgeordneten (z.B hier) auch die Möglichkeit, Feedback zu geben. Ich habs getan und es geht mir schon wieder ein bisschen besser – aber nicht viel. Armes Deutschland…

Kulturschock

June4

Wenn in der Zukunft eimal unsere Nachforger dir Trümmer unserer Ziviliation erforschen und dabei auf die Überbleibsel unseres Rechtssystems stroßen, dann werden sie voller Mitleid sagen: “Anwälte – ach ja. Sowas hatten wir ja auch mal. Aber seit wir herausgefunden haben, dass sie am Untergang der Kutur unserer Vorgänger beteiligt waren, haben wir sie alle hingerichtet. Es ist eben doch wichtig, dass man aus seiner Vergangenheit lernt.” (sinngemäß zitiert von Kai)

Mit Kulturgütern wie Filmen, Theater und Musik hat es sich bisher doch immer so verhalten, dass sie davon gelebt haben, unter den Menschen verbreitet zu werden. Was nutzt uns die schönste Melodie, wenn niemand sie kennt? Und wären Personen wie Shakespaere, Gouethe oder Brecht wohl jemals so berühmt geworden, wenn niemand ihre Stücke hätte sehen dürfen? Letztlich haben doch alle, die an Kultur teilnehmen auch etwas davon. Die Künstler, weil sie sich verwirklichen können und die Menschen, weil die Kunst ihr Leben bereichert (sofern sie denn gefällt, aber das ist wohl Geschmacksache).

Kultur bedeutet so viel wie etwas pflegen oder etwas ausbilden ( Quelle: Ethymologisches Wörterbuch). Wie aber können wir etwas kultivieren, wenn wir den Umgang mit Kulturgütern so wiet einschränken, dass die Pflege und Ausbildung von Kultur kaum noch möglich ist? Die Content-Industrie scheimt beim vermarkten von Kultur irgendwie vergessen zu haben, wovon sie eigentlich lebt: Nämlich vom Einfallsreichtum und der Kreativität von Menschen.

Stattdessen versucht die Content-Industrie bestmöglich, sämtliche Kretaivität und Einfallsreichtum zu unterbinden, indem mit allen Mitteln die Verbreitung von Kulturgütern rechtlich unterbunden wird. Der sogenannte “3. Korb der Unrheberrechtsreform” (TM), ist der nächste Angriff auf unsere Kultur. In diesem Film ist auch eindrucksvoll zu sehen wieso:

Amore – aber sicher!

March10

Während in Deutschland noch fleißig Missbrauchsskandale an katholischen Schulen aufgeklärt werden und die Täteer trotzdem keine Konsequenzen tragen müssen, sind die Italiener schon einen Schritt weiter. Das römische Kepler-Gymnasium hat nämlich auf den Toiletten jetzt Kondomautomaten installiert. Die Gummis gibt es dort anonym und wesentlich günstiger als in der Apotheke zu kaufen.

Die berechtige Hoffung dabei ist natürlich, dass Jugendliche diese Automaten auch benutzen, bevor es zur Sache geht. Gemeinsam mit passenden Aufklärungsseminaren zum Thema AIDS will die Schule aktiv gegen die Immunschwächekrankheit vorgehen. Überflüssig zu erä¤hnen, dass die Schüler die neuen Automaten ebenfalls für eine gute Sache halten (wenn auch vermutlich aus anderen Gründen :) ).

Die einzigen, die komischerweise ein Problem mit den Kondomautomaten haben, sind die Vertreter der Kirche. Sie sind der Ansicht, dass Sexualität durch die Automaten banalisiert werde und das neue Angebot zu Kurzschlussreaktionen verleite. (Quelle: heute.de)

Ob man nun auf Quickies steht oder nicht, ist sicher Ansichtssache. Die Kirche sollte vielleicht erstmal ihr eigenes, offensichtliuch gestörtes Verhältnis zur Sexualität in den Griff bekommen, bevor sie andere kritisiert. Entweder reden die Kirchenleute in Rom da von Dingen, von denen sie selbst überhaupt keine Ahnung haben, oder aber die hochheiligen Würdenträger haben da mal genauer recherchiert als es dem Papst lieb ist. Der liebe Gott jedenfalls scheints nicht weiter schlimm gefunden zu haben. Immerhin sind die Kirchenvetreter ja alle im Auftrag des Herrn unterwegs.

Ich möchte den Vertretern der Kirche an dieser Stelle mal die Worte eines viel zitierten Pinguins ans Herz legen, bevor sie sich wieder mal in Dinge einmischen, die die überhaupt nichts angehen:

Krieg im Namen des Friedens

December10

Es ist seit heute Mittag in den Nachrichten, obwohl wir diese neuigkeit eigentlich schon alle kennen. US-Präsident Barack Obama bekommt dieses Jahr den Friedens-Nobelpreis. Die Begründung des Komitees lautet, dass er im vergangenen Jahr  schneller Reformen durchgezigen habe, als jeder andere internationale Politiker. Daher habe er sich durch das außerordentliche Engagement auch diesen Preis verdient.

Diese Begründung finde ich so kreativ wie sie an der Haaren herbeigezogen zu sein scheint. Selbst der Preisträger selbst versucht sich nach Kräften für den Preis zu rechtfertigen. Schließlich hat er selbst  vor 2 Wochen beschlossen, 30 000 Soldaten nach Afghanistan zu schicken. Bemerkenswert für einen Friedensnobelpreisträger.

Weil Barack Obama aber ein gute Redner ist, der es versteht sich in der Öffentlichkeit sympatisch zu präsentieren, redet er den Leuten nach dem Mund. Er sagt, er hbe den Preis genau deswegen nicht verdient. Schon im nächsten Satz aber rechtfertigt er den Solateneinsatz damit, dass er die Gewalt im Namen des Friedens anwenden müsse. Das mag richtig sein. Schließlich ist die Sicherheit und das internaionae Ansehen der USA ja Teil seiner Arbeit.

Und obwohl die Anwendung von Gewalt Obamas Job ist, frage ich mich wie das Preiskomitee des FRIEDENSnobelpreises dieses Vorgehen auchnoch für anerkennungswürdig hält. Die Botschaft, dass es gute und schlechte Gewalt gibt, halte ich für falsch. Es ist verlogen, muslimische Extremisten zu verurteilen und gleich im nächsten Beitrag Lobenshymnen auf die gegnerische Partei in diesem Krieg zu singen. Mit Frieden hat das jedenfalls nichts zu tun.

Vielleicht fehlt es dieser Welt aber auch einfach an geeigneten Kandidaten. Wenn ich mir die Nachrichten so anschaue, könnte ich das fast glauben. Ich bin gespannt, wer den Friedensnobelpreis das nächte mal bekommt. Vielleicht zur Abwechslung mal ein muslimischer Terroristenführer? Der hat schließlich auch Gewalt für seine gute Sache angewendet. Die Ungläubigen müssen schließlich entweder bekehrt oder vernichtet werden.

Allah ist groß!

Sterbehilfe online

November12

Heute geht unter dem Niederlädischen Doimainkürzel *.nl eine Webseite online, auf der sich Tipps für einen “sauberen” Selbstmort finden lassen. In einem interview mit volkskrant.nl sagt ein betreiber der Webseite, dass es schon lange einen Bedarf nach solchen Tipps gebe.

Das Ziel des Angebotes seit demnach auch nicht, Menschen zum Selbstmord zu bewegen, sondern ihnen die Möglichkiet zu geben, diesen mit Würde durchzuführen. Sich vor den Zug werfen, anzünden oder aufhängen; all das ist schmerzhaft für die Selbstmöderder und sieht für die Retter auch nicht besonders nett aus.

Dewswegen finden sich auf der neuen Seite, deren Inhalte nur über einen kostenpflichtigen Zugang für 17,50€ pro Jahr bei einem Mindestater von 16 Jahren zuänglich ist, auch vor allem Tipps zum “richtigen” Umgang mit Medikameten. So könnten die Lebensmüden ihr Leben zumindest mit Würde beenden, so der Betreiber der Webseite.

Der geneigte Leser mag sich jetzt vielleicht fragen, ob der Staat solche Anleitungen überhaupt dulden sollte. Schließlich ist so ein Angebot im Grunde sowas wie aktive Sterbehilfe. Sol eine Seite fällt in die gleiche Kategorie wie die in Deutschland verboteten Ana-Blogs auf denen Magersüchtige Tipps zum Hungern veröffentlichen.

In den Niederlanden allerdings gibt es seit April 2002 ein vergleichsweise liberales Gesetz, das aktive Sterbehilfe nichtmehr grundsätzlich unter Strafe stellt. So ist aktive Sterbehilfe dann erlaubt, wenn der mindestens 16-Jährige Betrfoffene schrichftlich beurkundet hat, dass er nicht mehr Leben möchte. Danach müssen zwei Ärzte sogenannten “Sorfältigkeitsregeln” bevolgen, nach denen sie sich ein Bild davon machn müssen ob der Pantient nun wirklich sterben will. falls sie zu dem Schluss kommen, dass dies der Fall ist, dürfen sie ihm “medizinisch korrekt” beim Selbstmord helfen.

Die neue Webseite soll nun also die ärztliche Sorgfaltspflicht ersetzen. Dies scheint mir doch eine gewagte Tunnelung des Gesetzes zu sein. Der Passus, dass nur ein Arzt Sterbehilfe leisten kann macht den Missbrauch wenigstens ein bisschen schwierger. Mit Sicherheit sitzt aber auch mindestens ein Arzt unter den Betreibern der Webseite, sodass das Abgebot wahrscheinlich wirklich legal ist. Die Mitgliedschaft für 16,50€ pro jahr ist dann wohl die schriftliche Beurkundung des Sterbewunsches.

Ein bizarres Abgebot und troztzdem vielleicht so menschlich wie Sex-Seiten. In einem muss ich dem Betreiber recht geben: Kundschaft gibt es bestimmt. Die kann sich nun direkt und anonym informieren, ohne einem Freund oder Bekanten jemals die Möglichkeit geben zu müssen, über alles zu reden.

Nostalgie zum Mauerfall

November9

“Stellt euch mal vor, es ist Arbeit und keiner geht hin.”

Diese recht linksradikal angehauchte parole scheint derzeit wieder in Mode zu kommen. So zumindest urteilt der Spiegel, der heute über die Ergebnisse einer Umfrage berichtet, die in 27 Ländern weltweit durchgeführt wurde. Bei der Umfrage ging es darum, wie zufrieden die Menschen mit ihrem jeweiligen Wirtschaftssystem, dem Kapitalismus, sind und was sie ändern würden.

Es dürfte klar sein, warum dieser Artikel ausgerechnet am 20sten Jahrestag des Mauerfalls veröffentlicht wird. Immerhin markierte dieses Ergeignis doch vermeintlich den Sieg der freien Marktwirtschaft über die Planwirtschaft. Nun, 20 Jahre “danach” also rufen viele Menschen weieder nach stärkerer Regulierung der Wirtschaft durch den Staat und eine gleichmäßigere Verteilung des Wohlstandes in der Gesellschaft.

Auslöser für diesen Kurswechsel ist unter anderen sicherlich die KRISE. Ob das der einzige Grund dafür ist, dass so viele Menschen unzufreiden sind, bezweifle ich aber. Ich denke vielmehr, dass es ohnehin immer eine gewisse “Grundunzufreidenheit” mit dem gerade vorherrschenden System gibt. Die leute wollen eben immer genau das, was sie gerade nicht haben. Außerdem gab es ja auch im kapitalistischen Alltag immer linke Strömungen, die sich für den Sozialismus eingesetzt haben.

Wenn in der Umfrage auße nach bloßer Unzufriedenheit gefragt worden wäre, was sich denn ganz konkret ändern müsse, wäre die Ausbeute an Vorschlägen auch sicherlich eher mau ausgefallen. Einen Sozialismus wie in der Sowjetunion wollen die Menschen dann nämlich auch wieder nicht.

Die Frage ist also, wie aussagekräftig diese Studie, die ausgerechnet zum 20stem Jubiäum des Mauerfalls veröffentlicht wird, wirklich ist. Mit Sicherheit hat es durch die KRISE einen allgemeinen Stimmungswandel gegeben. Doch, ob der Leidensdurck wirklich für einen nachhaltigen Stimmungswechsel reicht möchte ich zumindest für Deutschland stark bezweifeln. Dazu fehlt hierzulade erstens eine ordentliche Protestkultur und außerdem haben wir ja auch schon schlimmere Zeiten durchgestanden. Nicht wahr!?

Die CDU rettet deine Freiheit

September14

Die heiße Phase des Wahlkampfes ist ja mit dem TV-Duell seit gestern offziell eröffnet. Und weil cih hier ja schon so viel Wahlwerbung für meine Lieblingspartei gemacht habe, gibt es hier wieder mal eine hübsche Dokumentation, die belegt, dass die CDU einfach die waltbeste Partei ist. Film ab…

Sicherheit statt Freiheit

August13

Unser Überwachungsminister Schäuble ist ja schon länger unser aller Vorbild, wenn es darum geht, demokratische Grundrechte zu Gunsten von vermeintlicher Sicherheit einzuschränken. Nicht nur seine CDU-Kollegin Zensursula finde Wolfis Ideen super. Auch die restliche CDU-Fraktion scheint Zensur und Überwachug immernoch als einen großen Dienst am Volk zu verstehen.

Anlässlich des Wahlkampfens hat netzpolitik.org zu einem Wettbewerb aufgerufen, den Wahlwerbesolgan der CDU “Wir haben die Kraft für Freiheit und SIcherheit”  der Wiklichkeit etwas näher gebracht werden sollte. Auch einige nette Songs sind dabei herausgekomen. Gut finde ich vor allem das erste Lied aus dem Video. Das Gesamtwerk gibt es bei Youtube oder auch direkt hier zu bewundern.

Und weil der Text von dem ersten Lied so verdammt gut ist, habe ich ihn mal eben mitgeschrieben. Viel Spaß beim mitsingen und Weitersagen:

Freiheit hat mit Deutschland selbstverständlich was zu tun, sofern man wirtschaftlich dazu was beiträgt.
Manche müssen unfrei bleiben.
Keiner ist immun, wenn er den Zug versäumt, der ihn dann frei trägt.
Wenn er den Zug nicht sieht und dann alles komplizieren muss; ja dann wird es Regeln geben, die er respektieren muss.
Dann wird ihm sein Arbeitgeber vielleicht sagen:

Meine Freiheit muss noch lang nicht deine Freiheit sein.
Meine Freiheit ja, deine Freiheit nein.
Meine Freiheit wird von der Verfassung garantiert.
Deine hat bis jetzt nicht interessiert.

Meine Freiheit heißt, dass ich Geschäfte machen kann,
Deine Freiheit heißt, du kriegt bei mir nen Posten.
Und da du meine Waren kaufen musst, stell ich dich bei mir an
Dadurch verursacht deine Freiheit keine Kosten.

Und es bleibt dabei, dass deine Freiheit immer wieder meine Freiheit ist.
Deine Freiheit bleibt, meiner einverleibt.
Und wenn ich meine Freiheit nicht hab, hast du deine Freiheit nicht.
Meine Freiheit wird dadurch zu deiner Pflicht.

Und daraum sag ich dir, verteidig meine Freiheit mit der Waffe in der Hand
Und mit der Waffe in den Händen deiner Kinder
Damit von deinen Kindern bei der Arbeit je vergisst, was Freiheit ist.

Meine Freiheit sei dir immer oberstes Gebot.
Meine Freiheit bleibt, treu bis in den Tod.
Und wenn dir das nicht logisch vorkommt, denk an eines bloß:
Ohne meine Freiheit bis du arbeitslos.

Ja Freiheit ist was anderes als Zügellosigkeit.
Freiheit heißt noch Fleiß, Männlichkeit und Schweiß.
ich werd dir sagen, wa sich heutzutag als freiheitlich empfind:
Die Dinge so zu lassen wie sie sind.

Drum ist in jedem Falle meine Freiheit wichtiger als deine Freiheit je.
Meine Freiheit: Yes!, deine Freiheit Nee!
Meine Freiheit ist schon ein paar hundert Jahre alt.
Deine Freiheit kommt vielleicht schon bald.

Aber vorläufig ist nicht mit deiner Freiheitsambition,
Denn du hast noch keine Macht und keine Organisation.
Ich wär ja dumm, wenn ich auf meine Freiheit die zulieb’ verzicht,
drum behalt ich meine Freiheit, du kriegst deine Freiheit nicht.

Noch nicht.