Ganz neue Töne
Da öffnet man nichtsahnend an einem etwas trüben Urlaubstag man den Uni-Spiegel und schon kommen einem da ganz neue Töne von den unis zum Thema Promotionsrecht entgegen. Aktuell ist dieses Thema ja nicht erst seit dem Bologna-Prozess. Durch die Gleichmachung der Abschlüsse von Unis und FHs, hat die Diskussion um das Promotionsrecht aber erst in letzter Zeit wieder frischen Wind bekommen. Bis vor etwa einem Jahr war mit persönlich diese Diskussion noch egal. Jetzt aber, wo ich gesehen habe, wie es “draußen” abkäuft, habe ich eigeltich schon keine große Lust mehr auf die Arbeitswelt. Das wissenschaftliche Arbeiten liegt mir wesentlich besser und macht mir auch viel mehr Spaß, als dieser buisness-as-usual-Einheitsbrei. Im Stuium habe ich Spaß aber kein Geld – auf der Arbeit hatte ich Geld aber keinen Spaß. Daher habe ich auch die Fühler mal ein bisschen ausgestreckt in Richtung PHD.
Auf diesem Wege ist mir auch bewusst geworden, wie schwierig es ist, aneiner FH ein Forschungsprojekt zu starten und dafür Gelder zu beantragen. Ein Forschungsetat von 200 000 Eoro im Jahr ist im Vergleich zu dem Budget einer Universiät wirklich lächerlich. Auch das im Artikel erwähnte “du musst es wirklich wollen”, habe ich schon selbst erfahren. Die im Spiegel als kooperationsbereit hingestellte TU-Darmstadt nimmt zwar Master-Absolventen der H_DA auf, legt ihnen aber doch ziemlich viele Steine in den Weg. Im Prinzip muss der PhD-Anwärter von der H_DA 2/3 des Masterstudiums noch einmal wiederholen. Da geht schonmal ein komplettes Jahr nur fürs studieren drauf. Von zusätzlichen Pflichten eines Doktoranden an der TUD, wie Praktika betreuen und Klausuren korrigieren mal ganz abgesehen. Das könnte eng werden mit den drei Jahren.
Trotzdem gibt mit allein die Medienpräsenz des Themas Grund zur Hoffnung, dass es für mich in etwa einem Jahr vielleicht gut aussehen könnte. Wer weis schon, was die Zukunft da bereit hält.




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