Die Schnabelforelle

Ein in schnell fließenden Datenstömen heimischer Netzfisch

Initiative für anständiges Schenken

July28

Eins ist klar: Nach dem Geburtstag ist vor dem Geburtstag ist vor Weihnachten und Ostern sowieso. Dann kommt jedes mal die Frage: “Och Gott, iss’ schon wieder so weit? Was schenken wir denn nun schon wieder?”. Eines vorweg: Wer Gutscheine kauft outet sich als unkreativ. Nichts macht so viel Spaß wie eine handfeste,  ganz klassische Geburtstagsüberraschung.

Bei Frauen ist das immer einfacher. Vielleicht weil ich selbst eine bin, vielleicht aber auch, weil Frauen durch ihre ausgeprägte Sammelleidenschaft sehr einfach durch schöne kleine Dinge glücklich gemacht werden können. Eine super Idee finde ich da die transportablen Hantaschenhalter für 15€ bei Wertsachen in Frankfurt. Auch schön, aber teuer sind die Accessoires aus Kimonoseide von BBags.org (hier das Lookbook). Hier kann man sicher sein, dass jedes Teil ein Einzelstück ist. BBags hat vom Haargummi bis hin zur Handtasche alles im Angebot, was Outfits induviduell machen. Die Teile gibt es entweder online oder zum vorher anschaun bei Kemal in Darmstadt (gegenüber vom Carree).

Wer weder eitel ist noch eine Handtasche besitzt, für den wäre vielleicht ein Rundflug über sein Wohngebiet was Nettes. Bei Rheingau Rundflüge kann man auch kurzfristig Flüge zwischen 30 min und einer Stunde buchen (ab 50€ für 30 min). Für alle, dies sowohl monetär als auch technisch etwas größer mögen, gibts es auch Flüge mit einer virtuellen Passagiermaschine zu buchen. Ab 275€ ist man hier dabei.

Manche (so wie ich) stehen nicht so auf fliegen und betreten Flugzeuge nur, wenn es unbedingt sein muss. Wie wäre es dann mit was zum Knobeln? Das Magnetpuzzle (30€) ist nur eine von vielen geekigen Geschenkideen bei getdigital.de, dem kleinen Bruder von thinkgeek.com. Der Vorteil ist, dass man hier keine Kreditkarte braucht und keine Umsummen  für den Versand löhnen muss.

Im Sommer bieten sich gemeinsame Aktivitäten an der frischen Luft an. Wie wärs mit einem Besuch im Hochseilgarten Darmstadt und anschließend ab in der Biergarten an der Lichwiese? Der Eintritt kostet 18€ für alle Parcours. Für Geschenke bietet der Betreiber Vouchers an, die an der Kasse in Eintrittskarten umgetauscht werden können. Vor Allem im Hochsommer ist es sinnvoll, sich vorher anzumelden. Sonst kann es sein, dass man warten muss bis wiedert Kletterausrüstunf frei wird. Es gibt auch Kletterparks in Rüsselsheim und Offenbach.

Zeitlos sind außerdem Klassiker wie ein guter Rum. Wer bei Weiser in Heppenheim nicht fündig wird, für den gibt es auch woanders nichts Passendes. Für diejenigen, die sich vor lauter Auswahl nicht entscheiden können, bietet Weiser außerdem Rum- und Whisky-Tastings an. Auch die Barschule Rhein-Main hat in regelmäßigen Abtsänden ein Seminar mit Tasting im Angebot. Zu guter Letzt bleibt auch die Möglichkeit, gemeinsam etwas besonderes Essen zu gehen. Das Restaurant auf Burg Frankenstein bei Darmstadt bietet verschiedene Dinner unter allen möglichen Mottos an (z.B. Krimidinner oder Ritteressen ab 60€).

Der Mensch lebt ja aber nicht vom Brot allein. Wer seinem Geburtstagskind etwas Gutes tun möchte, kann eine der raren Eintrittskarten für die Mitternachtssauna im Jugendstilbad Darmstadt holen (30€). Das verlangt allerdings etwas Weitsicht, denn die Karten sind meistens schon Wochen vorher ausverkauft, weil die Teilnehmerzahl auf 120 Leute begrenzt ist. Mit dabei ist ein tolles Buffet und 4 Stunden herrlich leere Sauna.

So, nu bin ich mit meinen Ideen auch erstmal am Ende. Beim nächsten Mal also nicht im letzten Moment irgendeinen Gutschein kaufen, sondern etwas woran der Beschenkte sich auch im Nachheinein noch gerne erinnert. Alles Andere ist Geldverschwendung.

Ahoi!

July27

Wo letzte Woche noch geschwitzt wurde, sind heute wieder lange Pullis und Hosen angesagt. An dieses Wetter kann ich mich dann ja auch schonmal gewöhnen – in Norwegen ist das im Sommer ganz normale Härte. Wie gut, dass ich schonmal ein bisschen eingekauft habe. ;)

Wer vernünftig ist und im Süden Urlaub macht, der sollte mal aif die Seite der neuen Labels aus Bremen viergrad gehen. Da gibts es derzeit viele Teile aus der Sommerkollektion zum halben Preis. Der Stil ist sehr sportlich und ist daher wohl eher etwas für junge und sehr schlanke Mädels. Darauf deuten schon die Models hin, die durchweg besorgniserregend dünne Beinchen haben. Trotzdem finde ich die Kollektion sehr gelungen.

Gerade für den Urlaub könnte man da nochmal das ein oder andere Teil einpacken. Zum Beispiel achtern, ein mitgrünes T-Shirt mit Matrosenprimt. Auch schön sind die beiden Kleider Standperle und Meerjungfrau. (Die könnten vom Schnitt her auch an normalgewichtigen Mädels etwas aussehen)

Mein Favorit, wenn auch nicht zum Anziehen, ist die Kombination aus dem Ballonrock tiefhelga und dem Sweatshirt erika. Leider ist dieses sportliche nichtmehr so mein Stil – ich bin wohl einfach zu alt für sowas. Ich würde es meiner Tochter kaufen, wenn ich eine hätte ;)

Spanien ist out, oder?

July12

Der Sommer ist draußen mit schwülem und heißem Wetter in vollem Gange und niemand möchte da so wirklich an die kalte Jahreszeit denken – fast niemand. Auf der fashion Week in Berlin stellen einige Labels vor, was in der Saison Winter 10/11 angesagt sein wird.

Neben den – irgendwie üblichen Schockern – ist seit kurzen auch das spanische Label Custo in Berlin mit am Start. Custo gibt es zwar schon länger, für mich haben sie sich aber in den letzten Jahren zu sehr in den Bereich des “finanziell unerreichbaren” verabschiedet. Sogar aus dem Boutiquenkeller von P&C in Frankfurt waren sie zwischenzeitlich komplett verschwunden. Der typisch spanische Stil ist ja durch den großen Erfolg von Desigual seit etwa einem Jahr wieder in deutschen Läden zu bekommen.

Zwar sind die Teile von Custo nach wie vor nicht gerade als günstig zu bezeichnen, so langsam tasten sie sich vor allem mit der “Vintage”-Linie wieder an die durchschnittliche Konsumentin heran. Diese Linie kehrt zu den Wurzeln des Labels – zumindest wie ich sie erlebt habe – zurück und beinhaltet farbenfrohe Pullis in Patchwork-Optik mit feinen Details aus bunten Stickereien oder gehäkelten Ärmeln. Besonders schön finde ich diese beiden Exemplare:

https://www.custo-barcelona-store.com/producto_popup.php?id=w7180156&img=0

https://www.custo-barcelona-store.com/producto_popup.php?id=w7185157&img=0

Die Spanier können eben nicht bloß gut Fußball spielen, sondern bereichern unsere Kleiderschränke auch mit ihrem unverwechselbaren Stil. Auch wenn ich persönlich gestern lieber Oranje mit dem Pokal gesehen hätte, muss man den Spaniern eins lassen: Sie haben Geschmack und gutes Essen :)

Der Frühling kommt!

February4

An den Temperaturen merkt mans zwar noch nicht, dafür aber der schönen neuen Mode in den Geschäften und im Internet. So habe ich heute festgestellt, dass Desigual endlich die neue Sommer-Kollektion vorgestellt hat. Auch Sessún und Nümph haben schon einige Teile in den Katalogen veröffentlicht. In Darmstadts Geschäften wird schon fleißig umdekoriert, sodass ich auf dem Rückweg zu FH heute Mittag auch schonmal einen Live-Blick auf die neuen Sachen riskieren konnte.

Was leider auch diesen Sommer bleibt, sind eng geschnittene Karotten-Hosen und Leggings. Ich kenne kaum jemandem, bei dem das wirklich gut aussieht. Ehrlich: Wer das erfunden hat, gehört erschlagen. Außerdem bleiben weite Oberteile im Babydoll und Princess-Stil in. Die passen zwar gut zu engen Hosen, tragen für meinen Geschmack aber zu stark auf.

Wirklich schön finde ich die aufwendig mit Spitzen, Stickereien, Kordeln und Trotteln verzierten Oberteile, die auf dem Rücken gebunden werden. Damit sie nicht kitschig wirken, kommen diese Teile in zurückhaltenden, warmen creme und natur-Tönen. Die Farben passen gut zu gebräunter Sommerhaut. Im Moment sehe ich damit leider eher blass aus. Für helle Typen wie mich, könnten die pastellfarbenen Oberteile wirklich ein bisschen mehr Pepp vertragen. Zum Glück bleibt zumindest Desigual seinem knallbunten Stil treu.

Farblich scheint es generell endlich weg zu gehen von knalligem Lila und Türkis. Neben den schon erwähnten Pastelltönen gibt es die Sommer-Klassiker Marineblau und Weiß. Am verschwinden sind leider auch die schönen Schals und Tücher, die zu den einfach geschnittenen Teilen seit letztem Sommer prima gepasst haben. Statdessen gibt es lange (und unpraktische) Ketten mit kitschigen Anhängern.

Als willkommene Awechslung zum Nena-Stil (weite Oberteile, enge Hosen) gibt es diesen Sommer auch schöne, weit geschnittene Röcke in Weiß, Beige und Weinrot. Davon habe ich heute zwei ganz besonders schöne Exemplare gesehen. Preislich waren die leider unerreichbar :( .

Abgefahrene Teile, die sich den Modetrends weder in Sachen Farbe noch Form beugen, gibt es auch diesen Sommer wieder von Skunkfunk. Die Farben der Saison sind hier Grau, Weiß und Olivgrün mit orangenen und dunkelblauen akzenten. Besonders schön finde ich das Top “Hiazint” und das schpn figurbetonte Kleid “Enara”.

Mal schaun, was in den kommenden Wochen noch so alles hereinkommt. Besonders gespannt bin ich auf das mannheimer Label Evaw Wave, dessen Sommer-Kollektion mir das letzte Jahr besonders gut gefallen hat. Auch Fenchurch, Replay und Blutgeschwister haben auf ihren Webseiten noch keine neuen Sachen veröffentlicht. Man (und Frau) darf also gespannt sein :)

Willkommen im neuen Einheitszentrum

October11

Klischees sind ja immer so eine Sache. Einserseits helfen sie uns, die Welt besser im Griff zu haben aber meistens sind sie oberflächlich. Natührlich gibt es Klischees aber nicht einfach so, sondern weil es tatsächlich Leute gibt, die sie erfüllen. Und so ist es bei mir mit Mode. Viele Frauen mögen Mode -und ich bin da keine Ausnahme. Ich liebe Mode!

Das tolle an Klamotten ist, dass sie einerseits durch Dresscodes Gruppen einen und andererseits bewusst eingesetzt werden um sich von der Gruppe abzugrenzen. Kleider machen Leute. Was jemand trägt, trägt wesentlich zum Eindruck bei, den er  bei seinen Mitmenschen hinterlässt. Und weil das so ist, finde ich es wichtig induviduell und trotzdem irgendwie geschmackvoll angezogen zu sein.

Mit Einkaufzentren im amerikanischen Stil, dessen neuesten Vetreter Loop5 ich mir am gestrigen Eröffnungtag angeschaut habe, ist diese sache mit der Individualität garnicht so einfach. Es ist egal, in welches der Einkaufzentren ich gehe, denn überall gibt es die gleichen Ketten mit den gleichen Labeln und den gleichen Stilen. So gesehen hat das MTZ genausowenig Konkurrenz zu befürchten wie das Neu-Isenburg Zentrum. Alle diese Einkauftempel haben nämlich mehr gemeinsam als ihnen lieb ist. Nämlich alles.

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Alle Einkaufzentren sehen gleich aus, haben die gleichen Geschäfte mit den gleichen Waren, die gleichen Sonderaktionen. Sie haben weder Charme noch Athmosphäse, weil sie alle gleichermaßen künstlich sind. Wer etwas besonders sucht, wird dort nich fündig. Da lobe ich mir die klassischen Innenstädte! Kleinere Geschäfte mit selbst zusammengestelltem Sortiment, urige Kneipen und hübsche Cafés. All das geht den Einkaufszentren komplett ab.  Leider gibt es auch in den Innenstädten den Trend zu den Einheitsketten. Doch zumindest in Darmstadt gibt es mit dem Kombinat, dem  P2 und Railslide immernoch genug stolze Ausnahmen, die der Gleichmacherei die Stirn bieten. Jedes Kleindungsstück verliert für mich seinen Reiz, wenn ich ihm 10 mal pro Tag begegne. Das einzige, was Loop 5 von der Konkurrenz unterscheidet, ist der Name. Wer einmal dort war, hat eigentlich alles gesehen.