Arbeitskraft im Ausverkauf
Die auflagenstärkste deutsche Zeitung titelt heute “Lohn-Sauerei: Erste Chefs zahlen nur 1,50€ pro Stunde”. Zwar ist esschon fast ein Outing, öffentlich zuzuegeben, dass man diese Zeitung liest, aber nun ist es ja endlich raus.: Ja, ich lese Bild-Schlagzeilen. Und genau diese Schlagzeile war es, die mich daran erinnert hat, dass ich ja eigentlich noch etwas anderes bloggen wollte…
Ich war am Donnerstag im Supermarkt meines Vertrauens einkaufen, als ich ein Plakat von “Pit Stop” gesehen habe, das mich zum Nachdenken angeregt hat. Neben den üblichen saisonalen Sonderangeboten für Winterreifen und eine Klimainspektion (was immer das ist), gab es auch ein Plakat auf dem mit 50% günstigeren Arbeitstunden geworben wurde. Ich weis zwar nicht, was der durchschnittliche Mechaniker bei Pit Stop pro Stunde verdient, ich kann mir aber vorstellen dass der Monatslohn wohl nicht gerade für die Luxusyacht auf Sylt ausreichen wird. Ich habe mich gefragt, ob die Mechaniker von Pit Stop dise Werbeaktion wohl auch so super finden, wie die PR-Abteilung dieses Unternehmens.
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Wir diskutieren derzeit über Mindestlöhne und darüber, dass Arbeitnemer trotz Vollzeit-Jobs noch mit Hartz4 bezuschusst werden müssen, weil ihr Einkommen unterhalb der Armutsgrenze liegt. Diese tatsache ist nichts Neues. Umso wichtiger finde ich, dass dieser Misstand endlich einmal von der Presse mit der Aufmerksameit bedacht wird, die er braucht. Da bereichern sich Privatunternehmen an öffentlichen Geldern, indem sie darauf vertrauen dass sie ihren Angestellten weniger zahlen, als zum überleben notwendig ist. Der Staat steuert ja den Rest zu. Und alle, die Geiz immernoch geil finden unterstützen diese Ausbeute auch noch.
Über Werbeslogans lässt sich ja streiten. Zumal sie ja häufig absichtlich zu Kontroversen abstacheln sollen. Doch im Gegensatz zum nach einem Planeten unseren Sonnensystems benannten Elektronikfachmarkt, bekommt Pit Stop damit nicht die Kurve. Günstige Winterreiten inklusive Montage dank Ausbeutermethoden. Das ist ehrlich – und bitter.
Das Plakat hängt heute übrigens nicht mehr. Vielleicht haben sich ja noch andere daran gestört.
Nachdem ich schon seit wüber zwei Monten auf meinem Notebook 



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