November12
Heute geht unter dem Niederlädischen Doimainkürzel *.nl eine Webseite online, auf der sich Tipps für einen “sauberen†Selbstmort finden lassen. In einem interview mit volkskrant.nl sagt ein betreiber der Webseite, dass es schon lange einen Bedarf nach solchen Tipps gebe.
Das Ziel des Angebotes seit demnach auch nicht, Menschen zum Selbstmord zu bewegen, sondern ihnen die Möglichkiet zu geben, diesen mit Würde durchzuführen. Sich vor den Zug werfen, anzünden oder aufhängen; all das ist schmerzhaft für die Selbstmöderder und sieht für die Retter auch nicht besonders nett aus.
Dewswegen finden sich auf der neuen Seite, deren Inhalte nur über einen kostenpflichtigen Zugang für 17,50€ pro Jahr bei einem Mindestater von 16 Jahren zuänglich ist, auch vor allem Tipps zum “richtigen†Umgang mit Medikameten. So könnten die Lebensmüden ihr Leben zumindest mit Würde beenden, so der Betreiber der Webseite.
Der geneigte Leser mag sich jetzt vielleicht fragen, ob der Staat solche Anleitungen überhaupt dulden sollte. Schließlich ist so ein Angebot im Grunde sowas wie aktive Sterbehilfe. Sol eine Seite fällt in die gleiche Kategorie wie die in Deutschland verboteten Ana-Blogs auf denen Magersüchtige Tipps zum Hungern veröffentlichen.
In den Niederlanden allerdings gibt es seit April 2002 ein vergleichsweise liberales Gesetz, das aktive Sterbehilfe nichtmehr grundsätzlich unter Strafe stellt. So ist aktive Sterbehilfe dann erlaubt, wenn der mindestens 16-Jährige Betrfoffene schrichftlich beurkundet hat, dass er nicht mehr Leben möchte. Danach müssen zwei Ärzte sogenannten “Sorfältigkeitsregeln†bevolgen, nach denen sie sich ein Bild davon machn müssen ob der Pantient nun wirklich sterben will. falls sie zu dem Schluss kommen, dass dies der Fall ist, dürfen sie ihm “medizinisch korrekt†beim Selbstmord helfen.
Die neue Webseite soll nun also die ärztliche Sorgfaltspflicht ersetzen. Dies scheint mir doch eine gewagte Tunnelung des Gesetzes zu sein. Der Passus, dass nur ein Arzt Sterbehilfe leisten kann macht den Missbrauch wenigstens ein bisschen schwierger. Mit Sicherheit sitzt aber auch mindestens ein Arzt unter den Betreibern der Webseite, sodass das Abgebot wahrscheinlich wirklich legal ist. Die Mitgliedschaft für 16,50€ pro jahr ist dann wohl die schriftliche Beurkundung des Sterbewunsches.
Ein bizarres Abgebot und troztzdem vielleicht so menschlich wie Sex-Seiten. In einem muss ich dem Betreiber recht geben: Kundschaft gibt es bestimmt. Die kann sich nun direkt und anonym informieren, ohne einem Freund oder Bekanten jemals die Möglichkeit geben zu müssen, über alles zu reden.