Die Schnabelforelle

Ein in schnell fließenden Datenstömen heimischer Netzfisch

Adieu, kleiner Prinz

August12

In diesem Buch steck so viel Wahrheit. Ich lese es immer wieder gerne, weil es mich in schweren Stunden wie diesem hier tröstet. Niemand hat es jemals besser gesagt als Antoine de Saint-Exupéry.

In diesem Augenblick erschien der Fuchs:
„Guten Tag“ sagte der Fuchs.
„Guten Tag“, antwortete der kleine Prinz, der sich umdrehte, aber nichts sah.
„Ich bin da“, sagte die Stimme, „unter dem Apfelbaum…“
„Wer bist du?“ fragte der kleine Prinz. „Du bist sehr hübsch……“
„Ich bin ein Fuchs“ sagte der Fuchs.
„Komm spiel mit mir“ schlug ihm der kleine Prinz vor. “Ich bin so traurig…“
„Ich kann nicht mit dir spielen“, sagte der Fuchs. „Ich bin noch nicht gezähmt!“
„Ah Verzeihung!“ sagte der kleine Prinz. Aber nach einiger Überlegung fügte er hinzu: „Was bedeutet `zähmen?“
„Du bist nicht von hier“, sagte der Fuchs. „Was suchst du?“
„Ich suche die Menschen“, sagte der kleine Prinz. “Was bedeutet zähmen?“
„Das ist eine in Vergessenheit geratene Sache“, sagte der Fuchs.„Es bedeutet: `sich vertraut machen´.“
„Vertraut machen?“
„Gewiss“, sagte der Fuchs. „Du bist für mich noch nichts als ein kleiner Knabe, der hunderttausend kleinen Knaben völlig gleicht. Ich brauche dich nicht, und du brauchst mich ebenso wenig. Aber wenn du mich zähmst, werden wir einander brauchen. Du wirst für mich einzig sein in der Welt. Ich werde für dich einzig sein in der Welt…“
„Ich beginne zu verstehen“, sagte der kleine Prinz. „Es gibt eine Blume…..ich glaube sie hat mich gezähmt…“
„Das ist möglich“, sagte der Fuchs. „Man trifft auf der Erde alle möglichen Dinge….“
„Oh, das ist nicht auf der Erde“, sagte der kleine Prinz.
Der Fuchs schien aufgeregt: „Auf einem anderen Planeten?“
„Ja“
„Gibt es Jäger auf deinem Planeten?“
„Nein“
„Das ist interessant. Und Hühner?“
„Nein“
„Nichts ist vollkommen!“ seufzte der Fuchs.
Aber der Fuchs kam auf seinen Gedanken zurück: “Mein Leben ist eintönig. Ich jage Hühner, die Menschen jagen mich. Alle Hühner gleichen einander, und alle Menschen gleichen einander. Ich langweile mich also ein wenig. Aber wenn du mich zähmst, wird mein Leben wie durchsonnt sein. Ich werde den Klang deines Schrittes kennen, der sich von allen anderen unterscheidet. Die anderen Schritte jagen mich unter der Erde. Der deine wird mich wie Musik aus dem Bau locken. Und dann schau! Du siehst da drüben die Weizenfelder? Ich esse kein Brot. Für mich ist der Weizen zwecklos. Die Weizenfelder erinnern mich an nichts. Und das ist traurig. Aber du hast weizenblondes Haar. Oh, es wird wunderbar sein, wenn du mich einmal gezähmt hast! Das Gold der Weizenfelder wird mich an dich erinnern. Und ich werde das Rauschen des Windes im Getreide lieb gewinnen.“ Der Fuchs verstummte und schaute den Prinzen lange an: „Bitte zähme mich!“ sagte er.
„Ich möchte wohl“ antwortete der kleine Prinz. “aber ich habe nicht viel Zeit. Ich muss Freunde finden und viele Dinge kennen lernen.“
„Man kennt nur Dinge, die man zähmt“, sagte der Fuchs. „Die Menschen haben keine Zeit mehr, irgendetwas kennen zu lernen. Sie kaufen sich alles fertig in den Geschäften. Aber da es keine Kaufläden für Freunde gibt, haben die Leute keine Freunde mehr. Wenn du einen Freund willst, so zähme mich!“
„Was muss ich da tun?“ fragte der kleine Prinz.
„Du musst sehr geduldig sein“, antwortete der Fuchs. „Du setzt dich zuerst ein wenig abseits von mir ins Gras. Ich werde dich so verstohlen, so aus dem Augenwinkel anschauen, und du wirst nichts sagen. Die Sprache ist die Quelle der Missverständnisse. Aber jeden Tag wirst du dich ein bisschen näher setzten können…“
So machte denn der kleine Prinz den Fuchs mit sich vertraut.

Und als die Stunde des Abschieds nahe war:
„Ach“ sagte der Fuchs, „ich werde weinen.“
„Das ist deine Schuld“ sagte der kleine Prinz, „ich wünschte dir gewiss nichts Übles, aber du hast gewollt, dass ich dich zähme….“
„Gewiss“, sagte der Fuchs.
„Aber nun wirst du weinen!“ sagte der kleine Prinz.
„Bestimmt“, sagte der Fuchs.
„So hast du also nichts gewonnen!“
„Ich habe“ sagte der Fuchs, „die Farbe des Weizens gewonnen.“ Dann fügte er hinzu:“ Geh die Rosen wieder anschauen. Du wirst begreifen, dass die deine einzig ist in der Welt. Du wirst wiederkommen und mir Adieu sagen, und ich werde dir ein Geheimnis schenken.“

Und der kleine Prinz kam zum Fuchs zurück: „Adieu“ sagte er.
„Adieu“ sagte der Fuchs. „Hier ist mein Geheimnis. Es ist ganz einfach: man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar“ […] „Die Zeit, die du für deine Rose verloren hast, sie macht deine Rose so wichtig.“ […]
„Die Menschen haben diese Weisheit vergessen“, sagte der Fuchs. „Aber du darfst sie nicht vergessen. Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast. Du bist für deine Rosen verantwortlich…“
„Ich bin für meine Rose verantwortlich…“, wiederholte der kleine Prinz, um es sich zu merken.

Alles klar, auch das Wasser

August7

isklar

Toller Hecht!

July15

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Die Wahrheit für alle: Internet macht’s möglich

March24

Auch in den Zeiten nach Zensursula in Deutschland spielt das Thema Zensur noch eine Rolle. Denn zensiert wird ja immernoch mit wachsender Begeisterung. Für den aufmerksamen Leser in Deutschland ist China wohl inzwischen so eine Art Synonym für Zensur geworden. Vielleicht wird irgendwo auf der Welt noch mehr Information gezielt vorenthalten aber kaum einer tut es so offiziel wie die chinesische Regierung. Der Stil der Russen etwa ist es eher, unerwünschte Informationen von den Medien einfach weg zu kaufen. So hat der Vize-Präsident der Lukoil, Anatolij Barkow einen Unfallbei, bei dem zwei Frauen ums Leben kamen, mit seinem Dienstewagen einfach mal schnell aus dem medialen Tagesgeschäft weg gekauft. Und das obwohl sich der Unfall auf eienr komplett videoüberwachten Brücke abspielte. Die Polizei wusste plötzlich von nichts und angeblich hätten die beiden Frauen den Unfall verursacht. Sämtliche Informationen zum Unfall wurden durch Lukoil sofort unterdrückt und die Überwachungsvideos waren plötzlich verschwunden. (Quelle: spiegel.de)
Der Ölmulti hat aber, genau wie China wohl nicht mit dem internet gerechnet. Dieses Medium lässt sich eben (glücklicherweise) nicht so einfach überwachen, filtern und aussperren wie das einige Mächtige vielleicht gerne hätten. Und so kam es, dass die Wahreit über den unfall über das Internet doch noch ans Licht kam. Bleibt nurnoch zu hoffen, dass die Verantwortlichen für das Unglück jetzt auch gerade stehen müssen.
Auch China führt ja sei Jahren einen verzweifelten Kampf gegen frei zugänliche und ungefilterte informationen aus dem Netz. Es ist ein kampf gegen WindmÃüen, der erst seit Kurzen auf hochoffizieller Ebene zwischen Google und der chinesischen Regierung tobt. Vermutlich wird Google ersteinmal den Kürzeren ziehen, aber die Chinesen, die gegen die Zensur sind wissen ohnehin wie man das Netz für die informationsbeschffung nutzen kann. Mit steigendem Wohlstand ist es nurnoch eine Frage der Zeit, bis diese Politik so nichtmehr zu halten ist. Auch wenn Google in Wahrheit nur rein geschäftliche Ziele verfolgt, würde ich mich über einen Sieg des Werbemultis mit eingebauter Suchmaschine sehr freuen.

Zocken für den Weltfrieden

March17

Als WoW-Fan wird man ja immer ganz gerne schräg angeschaut. Sowieso sind alle WoW-Zocker willenlose Suchties, die ihr Leben nicht auf die Reihe bekommen und vorm Rechner gammeln bis auch die letzte Bandscheibe ausgewichen ist.
Alles Blödsinn! Schaut euch dieses Video an und dann zack zack WWO (World Without Oil) zocken :)