February2
Die Klausurenpahase ist nicht nur im Hinblick auf das allseits beliebte Bulimie-Lernen eine sehr produktive Zeit. Gerade wenn der Druck steigt und sämtliche beschäftigungen einen zwanghaften Charakter bekommen, wird auch jede Form der Ablenkung plötzlich sehr attraktiv. Aus diesem Grund finde ich vor Allem zur Klausurzeit die Motivation, mit irgendwelchen Gadgets herum zu experimentieren.
Etwas, das sich schon seit einigen Wochen vor hatte ist, die Chrome OS Beta mal gründlich auszutesten. Online finde sich je meiste nur der Quellcode und einige fertige Images für VM-Ware. Nach enigem Suchen bin ich aber doch auf eine Möglichkeit gestoßen, wie sich Chrome OS als Betriebssytsem fest installieren lässt.

Installation
Dazu nehme man ein VM-Ware Image (zB von gdgt) und das Tool WinImage. Wer sich keinen Account bei gdgt machen will und ein Linux zur Hand hat, kann auch einfach den Quellcode bei Google herunter laden und sein Image selbst bauen. Eine Anleitung dazu legt Google bei.
Das VM-Ware Image muss zunächst mal in bootbarer Form auf einen USB-Stick gelangen. Dazu benutzt ihr WinImage. Mountet den USB Stick und startet dann WinImage. Unter Windows7 müsst ihr das direkt mit dem Administrator-Account tun. WinImage kommt mit UAC nicht zurecht. In WinImage einfach Disk->restore Image von Physical Drive auswählen und den Anleitungen des Wizards folgen.
Nun könnt ihr den EeePC vom USB-Stick booten. Da das Wlan nicht sofort funktioniert, solltet ihr den EeePC an das Netzwerk anschließen. Zum Login benötigt ihr euren Google-Account.
Jetzt, da Chrome schonmal läuft, könnt ihr es fest auf den Rechner installieren. Dazu müsst ihr nun ein kleines bisschen Konsolen-Magic auspacken. Zunächst müsst ihr eine Konsole öffnen:
Crtl + Alt’ + T
Danach ruft ihr das installations-Skript auf. Dafür ist das root-Passwort nötig. Für das VM-Ware Image von gdgt lautet es chronos.
/usr/sbin/chromeos-install
Die installation dauert auf meinem EeePC 901 etwa 20 Mins. nachdmem die Installation beendet ist, entfernt ihr den USB-Stick und startet ihr den EeePC neu. Chome OS bootet nun von der SSD aus.
Da ihr sicher nicht wollt, dass jeder Pansen euer Root-Passwort in meinem Blog nachlesen kann, rate ich euch das Passwort nach der installation zu ändern. Dazu braucht ihr wieder eine Konsole:
Crtl + Alt’ + T
sudo mount –o remount /
sudo passwd root
Jetzt könnt ihr einfach ein neues Passwort abgeben und mit Enter bestätigen. Fertig ist die Chome OS-Installation auf dem EeePC .
Review
Wer schon einmal mit dem Browser Chrome gearbeitet hat, der findet sich auch bei Chome OS schnell zuecht. Im Grunde ist das Google-Betriebssystem nichts weiter als ein aufgebohrter Browser.
Klassische Programme kennt Chrome OS ebenso wenig wie lokale Dateien. Sämtliche dieste werden mit Hilfe von Apps über Webdiester gestartet. So kann man mit dem Picasa App zum Beispiel seine Bilder hochladen, freigeben und rudimentär bearbeiten. Auch ein Facebook-App und eine Googlemail-App fehlen nicht. Sollte der Anwender doch irgendeinen Dienst vermissen, so lassen sich online alle möglichen weiteren Apps nach installieren.
Weil es so klein ist, läuft Chome OS selbst auf langsamer Hardware, wie dem EeePC sehr schnell. Auch die Bootzeit von etwa 8 Sek ist nicht nur flink, sondern auch parktisch. Mit Chome OS ist der EeePC der perfekte Begleiter, wenn es nur darum geht, mal eben die Mail zu checken oder mal eben ein bisschen bei Spiegel.de vorbei zu surfen.
Chome OS gleicht sämtliche Daten mit Google ab. So habe ich mein Adressbuch, meine Emails und Google-Docs immer dabei. Ein Wort der Warnung ist hier auch angebracht: Chrome OS ist im Grunde ein Frontend für Google und macht nur wirklich Spaß, wenn man viele Google Dienste benutzt. Alle diejenigen, die Google für den Teufel halten, wären aber wahrscheinlich nicht auf die Idee kommen, Chome OS zu benutzen.
Ich persönlich finde den ersten bootfähigen Browser von Google richtig klasse. Nach den Klausuren werde ich mir mal ein eigenes Image zusammen bauen. Das fertige image von gdgt ist nämlich leider schon ein paar Monate alt. Ich bin wirklich neugierig, was sich seit November letzten Jahres bei Chrome OS alles getan hat.